Es ist unmöglich die Medienwirkung von Fotografien beim politischen Aktivismus nicht anzuerkennen. Erinnern Sie sich an das Bild von dem Kind am Strand in Syrien. Nach diesem Bild wurden sogar halb-rechte Deutsche zu Befürwortern für die Aufnahme von Asylanten. Man muss also nicht weit in die Vergangenheit blicken um sich an einige, beispielshafte Fotos zu erinnern. Solche Bilder machen deutlich, dass ein einziges Foto Herzen öffnen, Meinungen ändern, Kulturelle Änderungen und sogar neue Gesetze herbeiführen kann.

Der Grundgedanke und die treibende Kraft hinter der Erhaltungsfotografie, eine Kategorie der Naturfotografie, ist es den Menschen zu zeigen was die Welt uns an Schönheit zu bieten hat und gleichzeitig darzustellen was wir mit unserer Lebensweise riskieren. Das ist außerdem die treibende Kraft hinter SeaLegacy. Eine Naturschutzorganisation, welche sich der Erhaltungsfotografie der Meere zur verschrieben hat – gegründet von zwei der einflussreichsten Erhaltungsfotografen unserer Zeit.

Christina Mittermeier ist eine vielfach ausgezeichnete Fotografin, die eingeborene Kulturen auf der ganzen Welt dokumentarisch fotografiert. Viele dieser Kulturen sind vom Aussterben bedroht und dabei endgültig von der Bildfläche zu verschwinden. Christina gründete deshalb die International League of Conservation Photographers Organisation, welche versucht die Erhaltungsfotografie von einer wagen Idee, oder einem Nebeneffekt der Naturfotografie, als ein ernstzunehmendes und respektables, eigenes Genre zu etablieren. Paul Nicklen ist ebenfalls ein renommierter National Geographics Fotograf, der sich hauptsächlich auf die Polarregionen spezialisiert hat. Seine Reportagen wurden bereits in über 20 berühmten Magazinen veröffentlicht. Dieses Duo kennt die Macht der Fotos eine Veränderung herbeizuführen aus erster Hand und richtet ihren Fokus auf die Ozeane unserer Erde.

„Naturschutzorganisationen, welche sich der Erhaltung der Meere verschieben haben stecken voller Daten. Leider fehlt es ihnen oft an den nötigen Kommunikativen Fähigkeiten diese Daten visuell den Medien oder der Regierung und damit einem großen Publikum anschaulich zu machen.“ sagt Mittermeier. „Indem wir Hochqualitative, visuelle Medien den Naturschutzorganisationen zur Verfügung stellen, können die Ihre Kampagnen besser vermarkten. Das ist unser Erfolg.“

Das Team misst ihren Erfolg auf folgende Weise. Momentan sind nur 2 Prozent des Ozeans geschützt. SeaLegacy hat sich das Ziel gesetzt 20 Prozent der Ozeane bis 2020 zu schützen.

Die neue Naturschutzorganisation wurde letzte Woche offiziell gegründet. In Monaco fand die Gründung während des Eröffnung des BLUE Ocean Film Festival & Conservation Summit statt. Während der Festlichkeiten wurde dieser Kurzfilm mit dem Titel „The thin blue line „ veröffentlicht. Dieses kurze Video zeigt auf warum wir unsere Ozeane schützen müssen:

„Die Welt muss endlich aufwachen und sich der Verantwortung gegenüber unseren Ozeanen sowie den darin lebenden Wesen stellen.“ sagte Nicklen. „Mit unserem Team der weltweit besten Fotografen und Filmemachern werden wir sicherstellen, dass ein großes Publikum und besonders die Politik sich der Tatsache bewusst werden, dass wir große und tiefgreifende Veränderungen herbeiführen müssen, wenn wir das Ökologische Gleichgewicht unserer Ozeane schützen wollen.“

SeaLegacys Gründung war drei Wochen vor dem COP21, welches am 30.11.2015 in Paris stattfinden wird. Politiker aus aller Welt treffen sich dort um Lösungen für die größten Bedrohungen der Weltbevölkerung zu finden – auch für unsere Ozeane – Das Team von SeaLegacy arbeitet mit Hochdruck daran die Probleme visuell darzustellen. Das Team sagt abschließend: „Wir wollen eindrucksvolle Bilder herzustellen, welche Menschen zum Nachdenken anregen. Hoffnung ist eine Lösung. Hoffnung ist die Spielwende.“